Saison 2019

29.03.2019
Endlich – bei perfektem Rennwetter geht es auf die ersten Runden in Hockenheim. Zunächst scheint erstmal alles zu funktionieren. Bei der Luftdruckkontrolle nach dem freien Training fällt allerdings auf, dass sehr viel Bremsstaub auf den hinteren Felgen ist. Insbesondere der Bremsbelag links außen ist stark abgenutzt. Wir prüfen ob die Beläge und der Zylinder gängig sind, eine Ursache ist aber erstmal nicht festzustellen. Also ab in die Quali. Leider verfehlen wir das selbst gesteckte Ziel von 2:05 Min deutlich und der BMW untersteuert sehr stark. Nun rächt sich, dass wir etwas nachlässig mit der Fahrwerkseinstellung waren und mit dem Setup von Oschersleben gestartet sind. Durch den zu hohen Sturz an der Vorderachse sind die Vorderreifen auf der Innenseite bis aufs Gewebe heruntergefahren. Das bedeutet, schnell noch für Morgen zwei neue Reifen besorgen. Wenigstens der Bremsenverschleiß wird deutlich weniger, wir besorgen aber vorsichtshalber Ersatz von raceparts.cc.

30.03.2019
Nachdem wir den Kampf mit einem defekten Wagenheber und einer leeren Batterie gewonnen haben, stellen wir das Fahrwerk noch etwas härter und rollen an den Start zum ersten Rennen. Von Startplatz 25 können wir nach einem schönen Kampf mit dem 318is von Gelhaus Motorsport das Rennen auf Platz 21 beenden. Da die gefahrenen Rundenzeiten schneller sind als Freitag, stellen wir das Fahrwerk erneut härter. Die Rundenzeiten werden dadurch leider wieder schlechter, aber ein 17. Gesamtplatz und Platz 7 in unserer Klasse ist dann doch noch ein kleiner Trost für ein lehr- und arbeitsreiches Wochenende!

18.05.2019
Mit neuen Bremsbelägen hinten, neu eingestellten Stabis und der bewährten Fahrwerkseinstellung sind wir bei schönstem Wetter in Oschersleben am Start zum Quali. Leider sind die Bodenwellen  wieder deutlich zu spüren. Die Vorderachse hüpft wie ein Gummiball.  Durch einen defekten Laptimer können wird die Rundenzeiten nicht live verfolgen und müssen morgen aus der letzten Reihe starten.

19.05.2019
Das erste Rennen verläuft gut und zu unserem angestrebten Platz im Mittelfeld fehlen inzwischen nur noch 2,7 Sekunden. Unglücklicher Weise geht der Ausgleichsbehälter für den Kühler vermutlich bei einem kurzen Besuch im Kiesbett kaputt und wir finden unseren BMW nach der Siegerehrung in einer Pfütze stehend wieder. Mit großartiger Hilfe von den Teams Jens Hösel und Rainer Gelhaus ist das Auto gerade rechtzeitig zum zweiten Rennen wieder fit. Für den geplanten Wechsel der schon sehr abgefahrenen Vorderreifen reicht die Zeit allerdings nicht mehr.
Das zweite Rennen verläuft ganz ähnlich wie das erste und nach einem schönen Zweikampf mit einem 325i aus der höheren GTR4 Klasse werden wir auf dem Gesamtplatz 20 abgewinkt. Unglaublicher Weise haben die Vorderreifen auch dieses Rennen noch überstanden!

14.06.2019
Dieses Wochenende sind wir auf der schönen Motorradstrecke in Assen zu Gast. Die relativ kurze Zeit seit dem letzten Rennen haben wir genutzt um den vorderen Stabi wieder auf Serie zurück zu bauen. Leider haben wir es nicht rechtzeitig geschafft, ein optimiertes Steuergerät an die Wegfahrsperre anzulernen. Um Kosten zu sparen, fahren wir das freie Training auf Semislicks. Das Fahrverhalten lässt etwas zu wünschen übrig – das Springen der Vorderachse ist zwar wieder verschwunden, aber das erwartete übersteuern setzt recht unkontrollierbar schon beim Anbremsen ein.
Für das Quali gibt es vorne neue Slicks. In Runde 3 dann der Schreck: plötzlicher Totalausfall der Elektrik. Vom VW Amarok der Streckensicherung wird unser BMW an die Seite geschleppt. Bei der Fehlersuche entdecken wir eine lose Steckverbindung im Not – Aus Kreis. Nach 15 Minuten können wir das Training wieder aufnehmen. Leider reicht die Rundenzeit nur für Platz 6 in unserer Klasse.
Da für Morgen Regen angesagt ist, hängen wir bei schönstem Wetter schon mal die Koppelstangen aus und montieren Regenreifen.

15.06.2019
Über Nacht hat es tatsächlich angefangen zu regnen. Somit starten wir ganz entspannt auf den nagelneuen Regenreifen. Noch in Runde 1 kann Björn zwei 325i überholen. Im weiteren Rennverlauf dann auch noch einen weiteren 325i aus unserer Klasse! Das bedeutet am Rennende P4 in der Klasse 325i Spezial –  und somit einen Pokal!!!
Zum zweiten Rennen starten wir auf feuchter Strecke mit Slicks. Das funktioniert erstaunlich gut und wir können erneut zwei 325i überholen. Für P5 in unserer Klasse gibt es zwar keinen Pokal, wir sind insgesamt aber zufrieden mit dem Ergebnis.

Saison 2018

11.05.2018
Eine lange, arbeitsreiche Winterpause liegt hinter uns. Unser 325ci wurde dem Reglement der BMW Challenge angepasst und hat eine GFK Motorhaube, eine GFK Heckklappe und einen original BMW Clubsport Spoiler bekommen. Des Weiteren gab es neue Brembo Bremsscheiben und Pagid RS29 Beläge vorne und diverse Powerflex Buchsen für die hintere Radaufhängung. Die Stabilager vorne und hinten wurden auch erneuert.
Ein Besuch bei NET in Lügde mit Vermessung und Einstellung der Radlasten und des Fahrwerks soll nun weitere wertvolle Sekunden bringen.
Heute sind wir Gaststarter in der BMW Challenge in der Motorsportarena Oschersleben. Die Strecke ist uns also bestens bekannt und wir sind gespannt, wie dicht wir unserem Ziel gekommen sind eine Platzierung im Mittelfeld der Gruppe 325i Spezial zu erreichen!
Das Wetter spielt schon mal mit aber im ersten Zeittraining macht sich Ernüchterung breit: Die Zeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr nur um rund 1 Sekunde verbessert – auf den angestrebten Mittelfeldplatz fehlen immer noch ca. 8 Sekunden…
Da die Straßenlage noch zu wünschen übrig lässt, der 325ci aber technisch perfekt läuft, beschließen wir, die Druckstufe der Dämpfer weicher zu stellen – Ergebnis in Q2: 2 Sekunden schneller! Das ermutigt uns, für das erste Rennen die Druckstufe noch einmal weicher zu stellen.

12.05.2018
Im Rennen dann  ein spannender Zweikampf mit Markus Fester, dem Sieger in der 318i Spezial Wertung und eine weitere Verbesserung um 1 Sekunde!
In Rennen 2 dann die Sensation: durch eine bessere Linienwahl und einem sensationellen Kampf mit einem leistungsmäßig hoch überlegenem E36 M3 sieht unser 325ci mit 0,022 Sekunden Vorsprung die Zielflagge auf Position 5 in unserer Klasse!!!

22.06.2018
Wir sind angereist zum diesjährigen Saisonhighlight am Sachsenring im Rahmen der Sachsenring Classic mit über 600 teilnehmenden Fahrzeugen! Leider spielt das Wetter dieses Wochenende nicht mit und es regnet in Strömen bei lediglich 12°C. Eine neue Strecke im Regen nahezu im Blindflug kennen zu lernen ist eine Herausforderung. Das Auto bleibt im freien Training zwar heile aber die Rundenzeiten sind mäßig. Das Gleiche gilt für die Quali am Abend.

23.06.2018
Nachdem die Strecke über den Tag abtrocknen konnte, beginnt es pünktlich zum Start des Rennens wieder zu regnen. Viele müssen auf die Schnelle noch in der Startaufstellung die Reifen wechseln. Nach einer turbulenten Startphase läuft das Rennen ganz gut, jedoch kostet ein Dreher in der letzten Kurve zwei Plätze in der Gesamtwertung und ärgerlicher Weise auch einen in unserer Klasse.

24.06.2018
Wie schon am Vortag ist pünktlich zum Start des Rennens Regen angesagt. Dieser sollte aber dieses Mal ausbleiben. Im Trockenen sind wir nun auch wieder besser unterwegs und können einigermaßen zufrieden mit Platz 7 in der Klasse die weite Heimfahrt antreten.

03.08.2018
In der Sommerpause haben wir noch einen Benzin Catchtank eingebaut. Dieser soll verhindern, dass die Benzinpumpe in Rechtskurven Luft zieht sobald der Tankinhalt unter 20l sinkt.
Der heutige Start im Bördesprint ist als Testlauf nach dem Umbau gedacht.
Mit relativ vollem Tank und bei heißen Außentemperaturen geht es zum freien Training auf die Strecke, die heute eine Überraschung bietet: Es ist die Motorradvariante ohne die langsame Schikane am Ende von Start und Ziel aufgebaut.
In der Qualifikation ist der Tank endlich auf der 20l Marke angekommen – und die böse Überraschung folgt sofort. Ab diesem Moment verliert der Motor kontinuierlich an Leistung. In den 30 Minuten bis zum Start des Rennens fällt uns nichts Besseres ein, als wieder voll zu tanken. Leider bringt auch das keinen Erfolg und das Rennen endet bereits in Runde 3.

25.08.2018
Der Catchtank wurde wieder aus dem Benzinkreislauf rausgenommen und unser 325ci wieder auf den Stand vor Oschersleben zurückgebaut. Leider ist uns der Wettergott auch in Assen nicht wohlgesonnen und somit findet das erste Quali auf nasser Piste statt. Wenigstens das Auto scheint wieder zu laufen.
In der 2. Quali trocknet die Strecke dann immer mehr ab und die Rundenzeiten werden deutlich schneller. Doch dann der Schreck: Der Motor verliert erneut an Leistung!

26.08.2018
Mit einem randvoll getankten Auto starten wir ins erste Rennen. Alles funktioniert hervorragend und wir sind auf einem Podestplatz unterwegs als der Motor erneut an Leistung verliert – erst wenig, dann immer mehr bis die Höchstgeschwindigkeit bei 120 km/h angekommen ist.
In einer spontanen Aktion, in der wir vom Team AVP unterstützt werden, tauschen wir die Benzinpumpe im Tank aus. Leider bleibt auch das ohne Erfolg und ein erneuter Ausfall nicht zu verhindern.
Enttäuscht reisen wir ab

05.und 06.10.2018
Unser BMW steht zum Saisonabschluss halb zerlegt auf der Hebebühne und der Fehler ist nach wie vor nicht gefunden. Deshalb muss das Finale dieses Wochenende ohne uns stattfinden. Das ist besonders schade, da das Rennen live auf Youtube übertragen wird…

Winterpause 2018/19
Viel Schraubarbeit liegt hinter uns. Der BMW hat neue, einstellbare Stabis von H&R für die Vorder- und Hinterachse bekommen, die Hinterachse wurde ausgebaut und mit Powerflex Buchsen neu gelagert. Die gelochten Bremsscheiben hinten wurden durch geschlitzte Scheiben von Brembo ersetzt. Bei der Gelegenheit gab es auch gleich neue Pagid Bremsbeläge und neue Handbremsbeläge. Für eine bessere Beschleunigung soll nun ein Differenzial mit der deutlich kürzeren Übersetzung i=3,46 sorgen.
Der Catchtank ist wieder eingebunden und neue Zündkerzen gab es auch noch…
Bei der Fehlersuche wurden die DISA und der Leerlaufregler überprüft sowie der komplette Ansaugtrakt auf Falschluft kontrolliert. Neben einem kleinen porösen Blindstopfen haben wir ein abgerissenes Rohr an der Kurbelgehäuseentlüftung gefunden. Diese wurde dann gleich komplett getauscht.
Für eine eventuelle weitere Fehlersuche haben wir eine Benzindruckanzeige und ein paar LEDs zur Kontrolle verschiedener Funktionen eingebaut.
Durch Zufall habe ich mit einem BMW – Fahrer aus der VLN telefoniert, der bei seinem e46 auch bei sehr warmen Außentemperaturen mit Leistungsverlust zu kämpfen hatte. Die Lösung dort war ein zusätzlicher Ölkühler, da die Motorelektronik die Leistung des Motors zum Schutz des Öls heruntergeregelt hat. Sollte es also weiterhin Probleme geben, haben wir schon einen neuen Ansatz – wir sind gespannt auf das erste Rennen in Hockenheim!!!

Saison 2017:

19.01.2017
Ein kleiner Zwischenbericht von der Weiterentwicklung des Autos: Heute war der BMW bei SKN auf dem Leistungsprüfstand. 204 PS in der Spitze ist ein sensationelles Ergebnis! Da ist also erstmal kein Handlungsbedarf. Für die neue Saison sind bereits neue Hoosier Slicks aufgezogen. Als nächstes wird noch der Heckspoiler gegen einen Clubsportspoiler getauscht und dann können wir unsere ganze Aufmerksamkeit auf das Fahrwerk richten.

25.03.2017
Die lange Winterpause ist nun endlich vorbei und es geht zum ersten Rennen der Saison. Leider hat das Fahrwerk eine recht lange Lieferzeit, somit haben wir uns erstmal darauf beschränkt, alle Einstellschrauben für die Spur und Sturzeinstellung auszutauschen bzw. wieder gängig zu machen. Mit neuer Fahrwerkseinstellung geht es bei herrlichem Frühlingswetter auf die Strecke. Der BMW fühlt sich gut an, auch die Zeiten im Training und in der Quali sind auf dem Niveau vom Vorjahr, jedoch mit deutlich weniger Anstrengung zu erreichen. Von Startplatz 19 geht es ins Rennen. In den ersten Runden gibt es einen schönen Kampf mit einem Mini JCW. Die Rundenzeiten werden immer schneller, somit wächst der Abstand auf den Mini auf ein komfortables Maß. In Runde 5 dann die persönliche Bestzeit von 1:53:937 und am Ende sogar noch der Klassensieg sind ein hervorragender Start in die neue Saison!

23.06.2017
Voller Erwartung geht es heute mit dem neuen Gewindefahrwerk an den Start! Das Wetter ist mit 20°C und nur leichter Bewölkung hervorragend. Leider kommt schon nach den ersten Runden im freien Training Ernüchterung auf – irgendwie verhält sich das Auto in Rechts- und Linkskurven anders. Auch die Zeiten bleiben deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das Fahrverhalten verschlechtert sich im Qualifying weiter, somit reicht es nur für Startplatz 27. Der Start zum Rennen klappt prima und ich kann in der ersten Kurve schon einige Plätze gut machen. Im weiteren Verlauf des Rennens treten zwei Probleme immer deutlicher hervor: 1. Das rechte Vorderrad springt bei jeder Bodenwelle, 2. Wenig Grip an der Hinterachse beim Beschleunigen aus engen Kurven. Mit einem enttäuschenden 26. Platz verabschieden wir uns in die lange Sommerpause und hoffen, den Fehler bald zu finden!

17.08.2017
Da das nächste Rennen noch fast zwei Monate auf sich warten lässt, nutze ich die Zeit für ein Fahrtraining. Im Mini JCW Challenge geht es nach kurzer Einweisung und einer Streckenbegehung auf den B – Kurs in der Motorsport Arena Oschersleben. Meine Ziele sind, eine flüssigere Line auf dem Teilstück zwischen Gegengerade und Zielgerade zu finden und ein Gefühl für eine gute Abstimmung des Fahrwerks zu bekommen. Das Wetter ist wechselhaft und damit ideal zum Testen! Morgens noch mit Slicks im Sonnenschein, später dann leichter Regen und der Wechsel auf Semislicks, gegen Mittag dann wieder eine abtrocknende Strecke. Somit konnte ich sehr viele verschiedene Eindrücke sammeln und hoffe, dass es vielleicht die eine oder andere Sekunde gebracht hat!

14.10.2017
Heute ist es endlich soweit! Mit überarbeiteter Einstellung des Fahrwerks und einem nagelneuen Satz Hoosier – Slicks sind wir zum langen Rennwochenende nach Oschersleben gereist. Zum besseren Vergleich sind aber noch die „alten“ Michelin Pilot Sport Cup montiert. Das Wetter ist sommerlich mit Sonnenschein und Temperaturen um die 22°C! Schon im Training zeigt sich, dass sich unsere Fehlersuche wenigstens beim Springen des Vorderrades erfolgreich war: Die Ursache war ein defektes Längslenkerlager, das wir bei der Gelegenheit gegen ein Powerflex Lager getauscht haben. Die Erneuerung der Stabilager brachte jedoch keinen nennenswerten Vorteil. Das Starterfeld umfasst heute 37 Fahrzeuge. Gleich in der ersten Kurve kommt es zu einer kleinen Kollision bei der der vordere Kotflügel kaltverformt wird. Die Räder sind aber noch freigängig und es folgt ein spannender Kampf mit Uwe Strohbusch im Ford Puma. Am Ende fünf Plätze gut gemacht, jedoch mit Zeiten, die einfach nicht unter 1:54 zu bekommen sind. Auf das Benchmark fehlen immer noch gut sieben Sekunden.

15.10.2017
Da die Semi-Slicks fast am Ende waren haben wir abends noch die neuen Slicks aufgezogen. Unser BMW fühlt sich schnell an, was die Zeitnehmerin jedoch nicht bestätigt. Die Zeiten bleiben im Vergleich zum Vortag unverändert. Somit geht es von recht weit hinten ins Rennen. Bereits in Runde zwei kommt es wegen einem Unfall zu einer Rennunterbrechung. Beim Neustart des Rennens kommt es Eingangs der Gegengeraden zu einer Kollision mit drei Fahrzeugen, die nicht mehr vor Ablauf der 30 Minuten geborgen werden können. Das Rennen wird mit nur drei gezeiteten Runden unter Code 60 beendet.

29.10.2017
Das Wetter in der Börde präsentiert sich heute ganz anders als noch vor zwei Wochen. Das Sturmtief Herwart fegt über die Rennstrecke. Pünktlich zum Trainingsstart fallen die ersten Regentropfen. Die aufgezogenen Straßenreifen sind die beste Wahl. Am Ende des Trainings erwischt uns der Sturm richtig: 15 Minuten bleibe ich bei Hagel und Starkregen im BMW sitzen. Bereits während der Quali beginnt die Strecke abzutrocknen. Der Reifenpoker beginnt. Um die Slicks zu schonen und das Laufbild für die bevorstehende Fahrwerksvermessung zu erhalten, starten wir auf trockener Strecke mit den Straßenreifen. In der ersten Runde kommt es zu einigen Drehern verschiedener Fahrzeuge. Auf der letzten Rille machen wir erneut 5 Plätze gut und beenden die Saison auf einem hervorragenden 9. Platz in der Jahres – Gesamtwertung.

Saison 2016:

26.03.2016:
Nach vier Monaten Winterpause geht nun endlich die Saison 2016 bei hervorragendem Rennwetter in die erste Runde! Das freie Training wird jedoch schon nach ein paar Runden abgebrochen, da es einige Fahrer doch zu schnell angehen – unter anderem landet ein KTM X-BOW GT in der Leitplanke. Die Qualifikation läuft dann zeitmäßig ganz gut und auch das Auto fühlt sich gut an. Dann geht es an den Start zum schnellsten Rennen, bei dem ich je mitgefahren bin! Es waren einige Teams aus der GT Serie angereist und somit waren Autos wie Mercedes SLS, Lamborghini Gallardo, Mc Laren 650 S, Chevrolet Camaro GT3 sowie 8 Porsche am Start. Im Rennen rächten sich allerdings die guten Quali – Zeiten. Der vordere linke Reifen wurde zu warm und baute schnell ab. Den Kampf mit einem Honda CRX konnte ich jedoch für mich entscheiden!

02.06.2016
Nachdem der Dacia unerwartet schnell einen Neuen Besitzer gefunden hat ist nun der große Tag für den BMW gekommen! Die viele Arbeit hat sich gelohnt: einziger Mangel bei der technischen Abnahme sind nicht abgedeckte Batteriepole! Somit ist die erste Hürde geschafft und die Voraussetzungen für das Rennen am Freitag sind scheinbar gut…
Nach einem kräftigen Gewitterschauer mache ich noch ein paar Fahrübungen mit den Slicks – das Handling ist überraschend gut beherrschbar!

03.06.2016
Bei herrlichem Wetter geht es zum freien Training auf die Strecke. Der BMW fährt sich komplett anders als der gewohnte Frontantrieb – es passt kein Brems- und kein Einlenkpunkt mehr! Doch schon in der zweiten Runde bahnt sich ein Unheil an – die Batterieleuchte fängt an zu blinken und leuchtet kurze Zeit später dauerhaft! Nach und nach gehen immer mehr Kontrollleuchten an und der Motor fängt an zu stottern. Also erstmal in die Boxengasse zur Fehlersuche…
Das sehr nette Team von der Mansfeld –Löbbecke Racing aus dem Dacia – Cup unterstützt uns mit der Leihgabe eines Multimeters und wir stellen fest, dass die Batterie nicht mehr geladen wird. Mangels Ersatzteilen versuchen wir nun die Batterie mit dem Starthilfekabel zu laden. Zur Qualifikation geht es wieder auf die Strecke. Leider reicht die Batteriefüllung nicht für eine gezeitete Runde und ich rolle in der Boxengasse aus. Da bis zum Rennen nur noch eine halbe Stunde bleibt, müssen wir schweren Herzens aufgeben.

02.09.2016
Die Fehlersuche zu Hause ergab einen Defekt des Ladereglers. Mit repariertem Auto und neuen Semislicks geht es wieder auf die Oscherslebener Rennstrecke. In der Hoffnung, dass der BMW mich nicht wieder im Stich lässt.
Die Zeiten im Training und Qualifying lassen noch etwas zu wünschen übrig – aber immerhin scheint das Auto zu halten und die Batterie wird auch geladen.
Das Rennen beginnt hinter einem Porsche 996 mit dem ich mir über mehrere Runden einen spannenden Zweikampf liefere. Nur knapp verfehle ich die angepeilte Rundenzeit von 2 Minuten. Das Rennen Endet mit einem überraschenden 2. Platz in der Gruppe!

09.09.2016
Dieses Wochenende sind wir im niederländischen Assen zu Gast. Die technische Abnahme haben wir wie gewohnt gut gemeistert, allerdings hakte der Fensterheber auf der Fahrerseite etwas. Also nochmal probiert – ein Knack und es geht gar nichts mehr! Also Türverkleidung abgebaut und nachgeschaut: Glücklicherweise nur das Massekabel abgerissen. Das Ganze schnell geflickt und wieder zusammengebaut.
Am Abend treffe ich mich noch mit Laura, einer Fahrerin aus dem Dacia Logan Cup und wir tauschen Erfahrungen aus.

10.09.2016
Heute sind wir sehr gespannt, was der BMW auf dem schnellen TT-Circuit zu bieten hat! Das freie Training fahre ich erstmal mit eingeschaltetem DSC – sicher ist sicher… Die Rundenzeit ist damit schon fast 20 Sekunden schneller als letztes Jahr im Dacia! Im Qualifying probiere ich es mit ausgeschaltetem DSC und bin wieder rund zwei Sekunden langsamer. Also wird das DSC für das Rennen erstmal wieder aktiviert. Das sollte sich jedoch später noch als Fehler herausstellen…
Nach ungefähr der Hälfte der Distanz gibt die vordere Bremse metallisch schleifende Geräusche von sich. In der nächsten Runde fängt die Bremsflüssigkeit an zu kochen und das Bremspedal sackt bis aufs Bodenblech durch. Gerade als ich in die Boxengasse ausfahren will, bekomme ich mit, dass ein Mitbewerber aus meiner Gruppe mit defektem Auto ausrollt. Der neue Plan heißt nun: „durchhalten!!!“. Mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit fahre ich also das Rennen zu Ende.
Ergebnis sind acht Bremsbeläge, die nahezu alle bis auf die Trägerplatte runter sind, beide Staubschutzmanschetten von den vorderen Bremszylindern sind geschmolzen! 🙁
Das ist ein guter Zeitpunkt um die Bremsanlage komplett zu überarbeiten…

15.10.2016
Mit neuen Bremsbelägen (vorne Pagid RS29, hinten Pagid RS 7-1), neuer Bremsflüssigkeit und reparierten Bremskolben geht es heute wieder nach Oschersleben. Wir sind gespannt, was diese Veränderung bringen wird! Da der Zeitplan vom Veranstalter recht kurzfristig geändert wurde war zunächst erstmal Stress angesagt um alle Formalitäten noch vor der Fahrerbesprechung zu schaffen… Dann endlich raus auf die Strecke – der Plan sieht vor, im Training erstmal die neuen Bremsbeläge einzubremsen. Schon bei den ersten Bremsungen ist der Unterschied zu den Serienbremsbelägen deutlich spürbar! Der Bremsweg reduziert sich deutlich! Das spiegelt sich auch in den Zeiten wieder – satte 3 Sekunden schneller als beim letzten Mal! Das Rennen fängt gleich mit großem Chaos in der ersten Kurve an, das ich sehr zu meinem Vorteil nutzen kann und mich um ca. 15 Plätze verbessere. Einige davon gehen im Rennverlauf wieder verloren aber am Ende Platz 24 von 34 ist ein super Ergebnis!

30.10.2016
In den zwei kurzen Wochen haben wir versucht das Fahrwerk etwas zu optimieren. Der Plan war, den Sturz vorne und hinten zu verändern und die Spur neu einzustellen. Leider hat uns der BMW da einen Strich durch die Rechnung gemacht: An der Vorderachse konnte der Sturz mit den Seriendomlagern lediglich auf -1,3° verstellt werden, die Spur konnte wegen festgerosteter Spurstangen gar nicht verstellt werden. An der Hinterachse ein ähnliches Bild: Dort konnte lediglich am rechten Hinterrad der Sturz auf -1° verstellt werden. Die restlichen Schrauben sind festgerostet. Mangels Zeit fiel die Entscheidung mit diesem „verstellten“ Fahrwerk zu starten.
Die Zeiten im Training und der Quali sich mit weiteren 3 Sekunden erneut deutlich verbessert, jedoch macht sich ein deutliches untersteuern bemerkbar, das vermutlich von der falschen Spureinstellung kommen könnte. Im nachfolgenden Rennen liefere ich mir einen spannenden Positionskampf mit einem Mini JCW. Bis zu einer Code 60 Phase kann ich meine vordere Position verteidigen, bringe jedoch die Reifen nicht rechtzeitig auf Temperatur und werde somit drei Runden vor Ende von ihm kassiert. In der letzten Kurve versuche ich es außen herum und habe damit Erfolg – ich kann ihn ausbeschleunigen und fahre mit einem hauchdünnen Vorsprung über die Ziellinie! Danke Peter für dieses spannende Rennen!

19.11.2016
Das Saisonfinale steht an!
In den letzten drei Wochen haben wir den alten Auspuff gegen einen neuen Bastuck – Sportauspuff getauscht. Die heutigen Zeiten sollen zeigen, was es gebracht hat.
Leider läuft es so gar nicht nach unserem Plan. Im Training und nachfolgender Quali trocknet die Strecke nur sehr langsam ab – die Semislicks scheinen aber die richtige Wahl zu sein. Pünktlich zum Startcountdown zieht ein heftiger Schauer über die Strecke. Der Start wird abgebrochen und wir bekommen 10 Minuten um Reifen zu wechseln. Da es inzwischen wieder aufgehört hat zu regnen, wechseln wir die Reifen nicht und gehen mit den Semislicks an den Start. Der kalte und nasse Asphalt bietet kaum Grip und somit rutscht das Auto bei jeder Gelegenheit und ist nahezu unfahrbar. Dementsprechend schwach ist auch das Endergebnis.
Die insgesamt aber erfolgreiche Saison beenden wir mit einem guten 13. Platz in der Endabrechnung!

Saison 2015:
Nachdem die ersten beiden Rennen leider ohne uns stattfanden fiebern wir nun dem 14.05. entgegen – unserem ersten Rennen diese Saison!

11.09.2015:
Heute beginnt endlich die Saison 2015!!!
Bei herrlichem Wetter und gut vorbereitetem Auto geht es los in Richtung Assen (NL). Auf dem Weg dorthin mache ich einen kurzen Abstecher nach Haren um bei Schlüter Motorsport noch ein paar Teile für den BMW einzukaufen.
Abends dann die Ankunft in Assen – puh, die Rennstrecke und das Drumherum sind deutlich größer als das familiäre Oschersleben!
Also erstmal anmelden, einen schönen Stellplatz im Fahrerlager suchen, abladen und dann geht’s mit dem Auto zur technischen Abnahme.
In der Wartezeit führe ich dann ein paar Gespräche mit BMW – Fahrern und hole mir wertvolle Tipps.
Wie zu erwarten schafft der Dacia die Abnahme ohne Schwierigkeiten. Also ab zum Bus und das Nachtlager herrichten.

12.09.2015:
Der große Tag ist da!
Nach einer hervorragenden Nacht starte ich fit in den Tag! Jetzt erstmal zum Briefing und dann kann es losgehen!
Im freien Training heißt es nun erstmal die Strecke kennen lernen – wie viele andere Fahrer bin ich hier noch nicht gefahren. Der Kurs ist deutlich schneller mit wenigen engen Kurven als die gewohnte Strecke in der Börde – das ist nicht gerade ein Vorteil für unseren kleinen Dacia!
In den Zeiten vom Qualifying zeigt sich schon, dass die Konkurrenz übermächtig ist – ein BMW M3 GTR schafft die Runde sage und schreibe 40 sec. schneller!
OK – bleibt also erstmal nur der 27. und letzte Startplatz übrig. Aufgrund der besseren Vorbereitung des Autos kann ich aber vier Plätze gut machen und lande am Ende auf Platz 23.
Die freie Zeit am Nachmittag nutze ich dafür, mir mal die anderen Dacias aus dem 2h Cup anzusehen und mit den Fahrern ein paar gute Gespräche zu führen. (Nebenbei schaue ich mir auch die Heckflügelstellung ab! ;-)).
Das schöne Wetter lädt dazu ein, auch mal einen Blick auf den „Kampf der Zwerge“ zu werfen – eine sehr schöne Rennserie mit alten Autos wie Mini, NSU und Abarth!
Zum Abschluss des Tages noch ein paar Optimierungen am Dacia und dann geht es wieder zeitig ins Bett.

13.09.2015:
Über Nacht hat es geregnet und die Strecke ist morgens noch feucht. Die „Zwerge“ fahren den Asphalt aber schnell trocken, so dass wir bereits im freien Training gute Bedingungen haben.
Die Optimierungen vom Samstag zeigen Wirkung und ich bin 3 sec. pro Runde schneller.
Leider kommt es beim „Extra – Race“ nicht zu dem erhofften Duell mit den gleichstarken Dacias aus dem 2h – Cup. Durch einen blöden Fehler in der Verbrauchsberechnung fehlen am Ende ein paar Liter Benzin – die müssen in den letzten Runden also gespart werden…
Nach dem Rennen komme ich mit einem Ferrari Fahrer aus dem Nachbarkreis SHG ins Gespräch. Sein Testarossa läuft nur noch auf sechs von zwölf Zylindern und er fragt mich, ob ich ihn und sein Auto mitnehmen könnte. Aus versicherungstechnischen Gründen musste ich aber Absagen und der Ferrari tritt auf einem ADAC – Abschlepper die Heimreise an.

09.10.2015:
Das Rennwochenende in Assen hatte die Reifen so stark strapaziert, dass ich mich entschlossen hatte in zwei neue Semislicks zu investieren.
Mit denen auf der Vorderachse und zwei alten auf der Hinterachse geht es bei Nieselregen auf die nasse Piste in Oschersleben. Das Fahrverhalten lässt jedoch zu wünschen übrig: unser frontangetriebener Dacia neigt plötzlich zum Übersteuern! Trotzdem – ein paar schnellere Autos hinter mir gelassen!
Das Wetter bleibt unberechenbar – mal Regen, mal trocken. Nun fällt die schlechteste Entscheidung an diesem Wochenende: die abgefahrenen Reifen hinten runter und die Straßenreifen drauf. Das Ergebnis ist ein komplett unfahrbares Auto, das selbst beim Auskuppeln in der Kurve mit dem Heck „kommt“. Nach vier gezeiteten Runden, einem Ausflug auf die Wiese und einem Dreher breche ich das Training ab.
Für das Rennen kommen nun auch vorne die Straßenreifen zum Einsatz und das Auto wird wieder deutlich berechenbarer. Mit Fortschreiten des Rennens trocknet die Ideallinie allerdings ab und es stellt sich heraus, dass die Reifenwahl wieder nicht die Beste war. Am Ende fehlen mir nur 36 Sekunden auf einen Porsche. Das lässt mich dieses Rennwochenende doch noch mit einem Schmunzeln beenden.

25.10.2015:
In der Zwischenzeit habe ich noch zwei neue Reifen besorgt. Für Heute war schönstes Wetter angesagt. Leider hatte der Wetterbericht zumindest für die Börde Unrecht – wieder eine nasse Strecke. Naja mal schauen, was die neuen Reifen so können!
Das freie Training beginnt auf alle Fälle vielversprechend: Platz 20 von 30! Der Dacia liegt sauber auf der Straße. Nur die Hinterachse überbremst am Ende der Start/Ziel stark. Der Versuch dieses zu ändern scheitert jedoch an einem festgerosteten Verstellmechanismus. Schade – dann muss es halt so gehen!
Zum Qualifying trocknet die Strecke merklich ab und die slickbereiften Fahrzeuge werden deutlich schneller. Dann beginnt das Chaosrennen. Pünktlich zum Start fängt es wieder leicht an zu regnen.
Schon in der zweiten Kurve sind drei Fahrzeuge auf der Wiese, können sich aber selbst befreien. Von jetzt an vergeht kaum eine Runde, in der keine gelbe Flagge gezeigt wird. Die Straßenverhältnisse ändern sich von einem Moment zum anderen. Das ganze gipfelt in einer Code60 Phase wegen eines im Kiesbett gestrandeten Polo. Das Rennen wird eine Runde zu spät abgewunken – Platz 20 von 28 ist ein gutes Ergebnis.

21.11.2015:
Mit neuen Bremsbelägen vorne und neu eingestellter Bremsbalance fahren wir zum Finalrennen nach Oschersleben. Im ersten Rennen hatte es gegossen wie aus Kübeln. Nachmittags war es dann zumindest von oben einigermaßen trocken. Mit der neuen Bremsbalance ließ sich das Auto gleich viel angenehmer bewegen und im freien Training sprang wieder ein ganz guter Platz für mich raus. Das Rennen war jedoch bereits nach Kurve 2 zu Ende, da ein Porsche nach einer Kollision sein gesamtes Kühlwasser auf der Strecke verteilte. Es war schlagartig so glatt, dass selbst unter Code 60 zwei Fahrzeuge ausrutschten und eins sogar in die Leitplanke einschlug. Die Konsequenz war der Abbruch des Rennens – eine enttäuschende aber vernünftige Entscheidung!